ABDA-Datenbank Plus X online, Sondengängigkeit, Teilbarkeit in pharmazie.com – Aktuelle Daten; Bild-Einbindung über Pharmazentralnummern mit ABDA Artikelstamm

ABDA Artikelstamm - Lauer Taxe / Check [pharmazie.com] vereint unter einem Dach alle Informationen für eine optimale gezielte Versorgung im Heil- und Hilfsmittelbereich

ABDA-Datenbank Plus X

Hinweise zu Teilbarkeit, besonderer Verabreichung und Sondengängigkeit Zu den häufigsten arzneimittelbezogenen Problemen gehören Schwierigkeiten bei der Applikation eines Arzneimittels.

Insbesondere Schluckprobleme bei Kindern oder geriatrischen Patienten können die Einnahme von festen Darreichungsformen nahezu unmöglich machen. Fragen zur besonderen Verabreichung, zur erleichterten Einnahme, Zerkleinerung sowie Teilbarkeit von Fertigarzneimitteln mit fester Darreichungsform lassen sich zukünftig mithilfe von Plus X beantworten.

Nachgelagert zu den Fragen der Teilbarkeit bzw. Mörserbarkeit und Suspendierbarkeit ergibt sich die Frage nach der Applikation via Sonde für ausgewählte Fertigarzneimittel. Immer mehr Patienten erhalten temporär oder dauerhaft eine Ernährungssonde. Nicht wenige Patienten werden mit einer Sonde aus dem Krankenhaus in die ambulante Pflege bzw. ins Pflegeheim entlassen. Daher stellen sich in der Praxis zunehmend Fragen zur Arzneimittelgabe über die Ernährungssonde.

In der ABDA-Datenbank Plus X werden zu festen oralen Fertigarzneimitteln die folgenden Hinweise zur Anwendung eines Fertigarzneimittels genauer betrachtet:

Dosisgleiche Teilbarkeit von Tabletten

Die Teilbarkeit zeigt an, ob die Tablette laut Fachinformation in dosisgleiche Teile geteilt werden darf oder ob dies nicht möglich ist.
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Besondere Verabreichung

Die besondere Verabreichung fester oraler Fertigarzneimittel nennt Zubereitungsmöglichkeiten von festen oralen Darreichungsformen (z. B. Zerteilen, Mörsern, Suspendieren, Auflösen). Fertigarzneimittel, die laut Fachinformation eine besondere Verabreichung aufweisen, werden mit Beschreibungen wie z. B. „Mörsern zur erleichterten Einnahme zugelassen“, „Suspendieren zur erleichterten Einnahme zugelassen“ etc. gekennzeichnet. Wird ein Zubereitungshinweis sonstigen Herstellerangaben entnommen oder beruht er auf theoretischen Überlegungen (Analogieschlüssen), wird er als „off label“ gekennzeichnet. Dies wird mit Aussagen wie z. B. „Mörsern zur erleichterten Einnahme ist möglich (off label)“, „Suspendieren zur erleichterten Einnahme ist möglich (off label)“ etc. abgebildet. Mit kurzen ergänzenden Hinweisen zu Besonderheiten bzw. zur Handhabung der Arzneimittelzubereitung, wie z. B. die Entnahme einer öligen Lösung mittels Spritze aus einer Weichgelatinekapsel, werden die Aussagen zur besonderen Verabreichung vervollständigt.

Sondengängigkeit

Im Falle der gewünschten Applikation via Ernährungssonde ist es mit den Plus X-Daten möglich, eine Entscheidung über eine Zubereitung für jeden individuellen Patienten zu treffen. Die Angaben zur Sondengängigkeit beruhen selten auf der Fachinformation, sondern häufiger auf Herstellerinformationen und theoretischen Überlegungen. Somit werden diese Informationen zum überwiegenden Teil als „off label“ gekennzeichnet. Neben den Erläuterungen zur Applikation eines festen oralen Fertigarzneimittels via Ernährungssonde nach notwendiger Zubereitung finden sich detaillierte Aussagen zu Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen bei der Zerkleinerung, zur Teilchengröße (relevant im Hinblick auf die Sondenöffnung) sowie Angaben zur Kompatibilität mit dem Sondenmaterial.

ABDA-Datenbank Plus X Anbindung an den ABDA-Artikelstamm (Taxe)

Durch die Anbindung der ABDA-Datenbank Plus X an den ABDA-Artikelstamm (Taxe) online wird eine vollständige und immer aktuelle Anzeige der Plus X Informationen direkt mit der Pharmazentralnummer verknüpft. Kleine Vorschaubilder ermöglichen den Sprung von der Pharmazentralnummer direkt in die Plus X Datenbank.


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„ABDA-Datenbank Plus X mit Blaue Hand integriert, Aktualisierung: 14 tägig

Blaue Hand gibt Aufschluss über:
  1. Der seit langer Zeit etablierten „Roten Hand“ nachempfunden
  2. Behördlich abgesegnetes und vorgeschriebenes Schulungsmaterial
  3. Schutz vor der Mülltonne
  4. Schulungsmaterial ist Bestandteil der Zulassung
  5. Für Ärzte, Apotheker und Patienten
  6. Komplette Liste der Arzneimittel finden Sie in der ABDA-Datenbank Plus X

Die ABDA-Datenbank Plus X ist ein Zusatzmodul zur ABDA-Datenbank und enthält alle notwendigen Angaben für die sichere Abgabe und Verabreichung von Arzneimitteln.

Was haben Zolendronsäure, Mirena und Actiq gemeinsam?

Ab 1. Dezember 2016 ist dieses behördlich abgesegnete Schulungsmaterial nun durch das Logo der blauen Hand gekennzeichnet. Darauf einigten sich das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Abstimmung mit der Arzneimittelkommissionen der Ärzte und Apotheker sowie den pharmazeutischen Unternehmen.
Auch Pharmazie.com kennzeichnet jetzt neu diese Blaue Hand Informationen in der ABDA-Datenbank (Modul PlusX) mit dem prägnanten Blaue Hand Logo.
Die Materialien werden von den Herstellern zur Verfügung gestellt, allerdings nicht aus reiner Nächstenliebe. Das Schulungsmaterial ist Bestandteil der Zulassung und wird von den Zulassungsbehörden vorgeschrieben und vor Veröffentlichung genehmigt. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist die Valproinsäure. Bei diesem Wirkstoff wurde als Resultat eines europäischen Risikobewertungserfahrens angeordnet, dass in Zukunft eine Checkliste für Ärzte sowie Broschüren für Ärzte und Patienten zur Verfügung gestellt werden müssen. Diese finden sich dort. Die komplette Liste der Arzneimittel finden Sie im Modul Plus X in [pharmazie.com].

„Blaue Hand“ als Schutz vor der Mülltonne

Das Schulungsmaterial richtet sich sowohl an medizinisches Fachpersonal als auch an Patienten. Die auffällige Kennzeichnung mit der blauen Hand soll gewährleisten, dass wichtige Informationen zur Anwendung eines Arzneimittels die Zielgruppe zuverlässig erreichen und verhindern, dass diese in der Papierflut von Herstellerprospekten und -reklame übersehen wird. Optisch ist das neue „Warnsymbol“ der bereits seit langer Zeit etablierten „Roten Hand“ nachempfunden, welche über sicherheitsrelevante Aspekte zu einem Arzneimittel informiert. Die blaue Hand finden Patienten und Fachkreise künftig sowohl auf dem Umschlag als auch auf dem Schulungsmaterial.