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| 1. Aktuelle Meldungen versch. Institute: (Top) |
| PEI: Pressemeldung: Paul-Ehrlich-Institut engagiert sich für ... | 2026.02.05
| ... sichere, innovative Krebstherapien und -prävention
Am 04.02.2026 findet zum 26. Mal der Weltkrebstag statt. Das Motto der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (Union internationale contre le cancer, UICC) lautet "Gemeinsam einzigartig" ("United by Unique") und macht deutlich, dass Krebserkrankungen sehr unterschiedlich verlaufen und zunehmend individualisierte Therapien erfordern. In Deutschland erkranken jedes Jahr mehr als eine halbe Million Menschen neu an Krebs. Zum Weltkrebstag macht das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, auf die zentrale Bedeutung von Forschung, Regulation und internationaler Zusammenarbeit im Kampf gegen Tumorerkrankungen aufmerksam, um innovative Krebstherapien und präventive Impfstoffe sicher und verlässlich für Patientinnen und Patienten verfügbar zu machen.
Als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel leistet das Paul-Ehrlich-Institut einen wichtigen Beitrag bei der Entwicklung und sicheren Anwendung moderner Krebstherapien sowie präventiver Impfstoffe. Das Institut bewertet biomedizinische onkologische Arzneimittel und Impfstoffe, begleitet klinische Prüfungen und überwacht ihre Sicherheit auch nach der Zulassung kontinuierlich.
Impfstoffe gegen Krebs: Etablierte Prävention und neue therapeutische Ansätze in der Entwicklung Impfstoffe leisten einen wichtigen Beitrag zur Krebsbekämpfung, insbesondere im Bereich Prävention. Präventive Impfstoffe, etwa gegen krebsauslösende Viren wie humane Papillomviren (HPV), können das Entstehen bestimmter Tumorerkrankungen wirksam verhindern und schützen viele Menschen frühzeitig. Therapeutische Tumor-Impfstoffe mit dem impfstofftypischen Wirkmechanismus einer aktiven Immunisierung zur Erzeugung von spezifischen Abwehr- und Schutzstoffen gegen Tumore, befinden sich derzeit noch in der Erforschung und sind bisher nicht zugelassen. Dazu gehören zum Beispiel mRNA-basierte Impfstoffe, die dem Körper genetische Bauanleitungen für tumorassoziierte Antigene liefern, um eine gezielte Immunantwort gegen Krebszellen auszulösen. Ebenfalls erforscht werden personalisierte Neoantigen-Impfstoffe, die individuell auf Patientinnen und Patienten zugeschnitten sind und auf spezifischen Veränderungen (Neoantigenen) beruhen, die ausschliesslich in den Tumorzellen einer Person vorkommen. Das Paul-Ehrlich-Institut begleitet diese Entwicklungen als zuständige Bundesbehörde wissenschaftlich und regulatorisch.
Moderne biomedizinische Arzneimittel in der Krebstherapie Neben etablierten Therapieverfahren wie chirurgischer Tumorentfernung, Bestrahlung und Chemotherapie kommen bereits zugelassene biomedizinische Arzneimittel zum Einsatz bei der Behandlung von Krebserkrankungen. Dazu zählen unter anderem Immuntherapien, monoklonale Antikörper sowie Zell- und Gentherapien, die das körpereigene Immunsystem gezielt dabei unterstützen, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen oder individuell auf die Erkrankung zugeschnitten sind. Die eigene Forschung des Paul-Ehrlich-Instituts, z. B. zu CAR-T-Zell-Therapien, bei denen patienteneigene Immunzellen genetisch verändert werden, um Krebszellen gezielt anzugreifen, fliesst direkt in die regulatorische Bewertung ein und bildet die wissenschaftliche Grundlage für sichere Entscheidungen bei der Zulassung dieser Arzneimittel.
Aktive Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Onkologie: Spezialisierte fachliche Beratung und Harmonisierung in Europa Auch auf europäischer Ebene engagiert sich das Paul-Ehrlich-Institut aktiv für die Bekämpfung von Tumorerkrankungen und bringt seine Expertise in die Europäische Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) ein, unter anderem in der Arbeitsgruppe Onkologie (Oncology Working Party, ONCWP). Diese Expertengruppe unterstützt die wissenschaftlichen Ausschüsse der EMA, insbesondere den Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP), durch spezialisierte fachliche Beratung zu onkologischen Arzneimitteln entlang ihres gesamten Entwicklungs- und Bewertungsprozesses. Dies umfasst beispielsweise die Ausgestaltung klinischer Prüfungen und Nutzen-Risiko-Abwägungen neuer Medikamente. Darüber hinaus wirkt sie an der Erarbeitung und Weiterentwicklung wissenschaftlicher Leitlinien mit und trägt zur Harmonisierung regulatorischer Bewertungsmassstäbe für Krebsmedikamente in Europa bei.
Angesichts der Entwicklungen in der Krebsforschung bleibt es eine zentrale Aufgabe des Paul-Ehrlich-Instituts den gesamten Arzneimittelentwicklungszyklus wissenschaftlich-regulatorisch aktiv zu begleiten, um Innovation und Sicherheit miteinander zu verbinden.
Weitere Informationen: - Tumor-Impfstoffe - Fokusseite zu Krebserkrankungen der Europäischen Arzneimittelagentur (Englisch) - Arbeitsgruppe Onkologie der Europäischen Arzneimittelagentur (Englisch) Aktualisiert: 04.02.2026
(Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und zuständig für die Zulassung und Genehmigung klinischer Prüfungen folgender biomedizinischer Arzneimittel: Sera, Impfstoffe für Mensch und Tier, Antikörper enthaltende Arzneimittel, Allergene für Therapie und Diagnostik, Blut und Blutprodukte und neuartige Therapien (Arzneimittel für Gentherapie, somatische Zelltherapie und biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukte) sowie xenogene Arzneimittel und gentechnisch hergestellte Blutbestandteile. Die Zulassung biomedizinischer Arzneimittel erfolgt durch die Europäische Zulassungsbehörde (EMA).) Stand: 05.02.2026 ..
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| BfR-Pressemitteilung: Deutsches Vergiftungsregister geht an den Start | 2026.02.02
| Entstehung einer zentralen Datenbasis am BfR: Daten sammeln, Leben retten
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nimmt das Deutsche Vergiftungsregister (DVR) offiziell in Betrieb. Mit der bundesweiten Erfassung und Auswertung von Vergiftungsfällen entsteht erstmals eine zentrale Datenbasis, die Gesundheitsrisiken früher erkennen und Gegenmassnahmen schneller einleiten lässt. Ziel des Registers ist es, Vergiftungsgefahren systematisch zu erfassen, Trends sichtbar zu machen und dadurch Leben zu retten. Die Daten können u. a. dafür genutzt werden, um Verbraucherinnen und Verbraucher besser über gesundheitliche Risiken zu informieren und so Vergiftungen zu vermeiden. Beispiele dafür sind häufig vorkommende Unfälle bei Kindern zum Beispiel durch Verschlucken von Reinigungsmitteln oder giftigen Pflanzen. Trotz hoher Fallzahlen fehlte bislang eine umfassende, einheitliche Datenquelle. Mit dem DVR wird diese Lücke nun geschlossen. "Das Deutsche Vergiftungsregister ist ein Meilenstein für den gesundheitlichen Verbraucherschutz", sagt Dr. Yuri Bruinen de Bruin, Leiter des Vergiftungsregisters am BfR. "Wir haben nun die Grundlage dafür geschaffen, Vergiftungsmeldungen der Giftinformationszentren und anderer Quellen zentral zu erfassen. Diese Daten helfen uns, Risiken früher zu erkennen und gezielt zu handeln." Das DVR umfasst eine zentrale Datenbank, in der die Vergiftungsmeldungen aus den sieben Giftinformationszentren (GIZ), den Unfallversicherungsträgern und die ärztlichen Mitteilungen zusammenfliessen werden. Derzeit werden dem BfR etwa 8.000 Vergiftungsfälle pro Jahr gemeldet, vorwiegend von Unfallversicherungsträgern. In den GIZ werden jährlich etwa 200.000 Fälle mit Relevanz für das DVR erfasst. Mit der Etablierung des zentralen Informationssystems am BfR ist eine Voraussetzung für die nun vorgesehene Einbindung dieser Daten geschaffen. Im Register werden Informationen über Art des Stoffes, Expositionsweg (Aufnahme durch Verschlucken, Einatmen usw.), Schweregrad der Vergiftung, medizinische Massnahmen und weitere relevante Faktoren erfasst. Die Datenerhebung erfolgt nach klaren gesetzlichen Vorgaben. Durch die Etablierung eines standardisierten Meldesystems in Zusammenarbeit mit den GIZ wird gewährleistet, dass bundesweit vergleichbare und wissenschaftlich belastbare Informationen für Auswertungen zur Verfügung stehen werden. Mit dem DVR kann das BfR Häufungen bestimmter Vergiftungen frühzeitig erkennen, schnellere Bewertungen von Gesundheitsgefahren vornehmen, zielgerichtete Empfehlungen herausgeben und die Forschung zu toxikologischen Risiken unterstützen. Perspektivisch entsteht mit dem DVR die Grundlage für ein bundesweites Vergiftungs-Frühwarnsystem. Die kontinuierliche Auswertung der Daten soll dazu beitragen, Risiken frühzeitig zu erkennen - etwa durch neue Produkte auf dem Markt, Trends oder saisonale Muster.
Weitere Informationen auf der BfR-Website zum Deutschen Vergiftungsregister: - Fragen und Antworten zum Deutschen Vergiftungsregister - BfR-Presseinformationen, Daten sammeln, Leben retten: Austausch zum Deutschen Vergiftungsregister
Link: https://www.bfr.bund.de/presseinformation/deutsches-vergiftungsregister-geht-an-den-start
(Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.)
Stand: 02.02.2026 ..
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| 2. Aktuelle AMK-Meldungen: (Top) |
| AMK-Information: AMK/ZL: Momegalen Fett 1 mg/g Creme | 2026.02.03
| Sicht- und tastbare Fettagglomerate können als unangenehm oder reizend empfunden werden
Die AMK erreichten von September 2020 bis Dezember 2025 145 Meldungen aus Apotheken zu Inhomogenitäten (sichtbare feste Bestandteile) bei dem Arzneimittel Momegalen (Mometason) Fett 1 mg/g Creme verschiedener Chargen. Betroffene Patienten schilderten, dass sich die Anwendung auf der Haut unangenehm, kratzig oder reizend anfühlt, vergleichbar mit Sandkörnern oder einem "Peeling". Das Glucocorticoid wird topisch zur symptomatischen Behandlung entzündlicher und juckender Hauterkrankungen angewendet. Die AMK beauftragte das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker e. V. (ZL) mit der Untersuchung eines Reklamationsmusters. Die in der Creme sicht- und spürbaren weissen Knötchen zeigten mikroskopisch unter Polarisationsfilter keine kristalline Struktur. Die Zubereitung weist beim Spreiten auf einer Glasplatte makroskopisch kleine weisse, unregelmässige Partikel auf (siehe Abbildung in der Pharmazeutischen Zeitung Ausgabe 06/26.). Dabei handelt es sich um Fettbestandteile, die sich beim Verreiben durch mechanische Einwirkung und Körperwärme allmählich auflösen. Mittels einer HPLC-Untersuchung wurde eine homogene Wirkstoffverteilung bestätigt. Gleichwohl ist nachvollziehbar, dass die inhomogene Struktur der Creme Patienten verunsichern kann und das Verreiben auf erkrankten und empfindlichen Hautarealen als unangenehm empfunden wird. Die Firma führt gegenüber der AMK die Beanstandungen auf eine bekannte Produkteigenschaft der sehr fettreichen Zubereitung mit einem Wasseranteil von drei Prozent zurück. Temperaturabweichungen bei Lagerung oder Transport (während der gesamten Laufzeit) können zu einem Ausfallen von (Bienen-)Wachs aus der Fettphase führen. Nach ihrer Entstehung bleiben die Partikel bestehen; eine erneute Homogenisierung der Zubereitung erfolgt nicht. Die Firma bewertet dies als rein kosmetische Auffälligkeit ohne Einfluss auf Wirksamkeit oder Unbedenklichkeit und sieht somit kein Gesundheitsrisiko für Patienten (1). Der AMK liegen jedoch 24 Meldungen vor, in denen konkret eine unangenehme bis schmerzhafte (brennende) Rötung, Reizung oder Irritation der behandelten sensiblen Hautareale als Nebenwirkung berichtet wurde; teilweise mit anschliessendem Therapieabbruch. Vor diesem Hintergrund bewertet die AMK die beobachteten Agglomerate nicht ausschliesslich als kosmetische Auffälligkeit. In der Gebrauchsinformation wird das Produkt als weisse Creme beschrieben (2). Bei Beanstandungen einer inhomogenen Creme wird von Apothekerinnen und Apothekern folglich ein "Brechen" der Creme als Qualitätsmangel vermutet. Die AMK hält daher ergänzende Hinweise zu möglichen Agglomeraten in den Produktinformationen für erforderlich. Vor dem Hintergrund des Aufbewahrungshinweises "nicht über 30 GradC" regt die AMK zudem an, die Anforderungen an Transport- und Lagerungstemperaturen weiter zu konkretisieren. Die AMK bittet Apothekerinnen und Apotheker, bei der Abgabe von Momegalen Fett 1 mg/g Creme hinsichtlich möglicher Partikel angemessen zu informieren. Verdachtsfälle von Risiken im Zusammenhang mit Mometason-haltigen Arzneimitteln sind bitte online unter www.arzneimittelkommission.de zu melden.
Quellen (1) Galenpharma GmbH an AMK (E-Mail-Korrespondenz); AMK-Fallnummer [...] zu Momegalen Fett 1 mg/g Creme. (27. November 2025) (2) Galenpharma GmbH; Gebrauchsinformation MomeGalen Fett 1 mg/g, Creme, Stand September 2017. ..
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| AMK-Info: Informationsschreiben zu Kisqali^(R) 200 mg Filmtabletten | 2026.02.03
| Änderung der Lagerungsbedingungen und Haltbarkeit
Die Firma Novartis Pharma GmbH informiert in Abstimmung mit dem BfArM mittels Informationsbrief über eine Vereinfachung bei der Lagerung und Handhabung von Kisqali^(R) (Ribociclib) 200 mg Filmtabletten. Das Arzneimittel muss nicht länger gekühlt gelagert werden. Der selektive Inhibitor der Cyclin-abhängigen Kinasen (CDK) 4 und 6, wird in der Therapie von Hormonrezeptor(HR)-positiven, humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor-2(HER2)-negativen Mammakarzinomen eingesetzt. Nach Aktualisierung der Zulassungsunterlagen im Zuge einer Zulassungserweiterung sind für Kisqali^(R) keine besonderen Lagerbedingungen hinsichtlich der Temperatur (Kühllagerung) mehr notwendig; die AMK informierte (Pharm. Ztg. 2025 Nr. 8, S. 98 und Aktuelle Info vom 18.02.2025). Die Lagerung erfolgt bis zum auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum bei Raumtemperatur. Die Haltbarkeit beträgt nun insgesamt zwei Jahre. Das Arzneimittel ist in der Originalverpackung aus PA/AL/PVC-Blistern (Alu-Alu) aufzubewahren, um es vor Feuchtigkeit zu schützen. Fachinformation, Packungsbeilage und Faltschachtel wurden entsprechend den neuen Lagerungsbedingungen und der aktualisierten Haltbarkeit angepasst. Diese sind auch dem Informationsbrief auf der AMK-Website zu entnehmen. Laut Firma können übergangsweise Packungen mit unterschiedlichen Lagerungshinweisen im Verkehr sein. Die AMK bittet Apothekerinnen und Apotheker daher, Patienten angemessen über die (jeweiligen) Lagerungsbedingungen zu informieren. Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit Ribociclib-haltigen Arzneimitteln sind bitte unter www.arzneimittelkommission.de zu melden.
Quellen BfArM; Informationsbrief zu Kisqali 200 mg Filmtabletten der Firma Novartis: Änderung der Lagerungsbedingungen und Haltbarkeit. www.bfarm.de -> Arzneimittel -> Pharmakovigilanz -> Rote-Hand-Briefe und Informationsbriefe (Zugriff am 2. Februar 2026) ..
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| AMK-Info: Informationsschreiben zu Acetylsalicylsäure Panpharma i.v. 500 mg | 2026.02.03
| Befristete Inverkehrbringung in französischer Aufmachung
Die Firma Panpharma GmbH informiert in Abstimmung mit dem BfArM mittels Informationsschreiben über die befristete Inverkehrbringung von Acetylsalicylsäure Panpharma i.v. 500 mg, Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung, in französischer Aufmachung ab dem 26. Januar 2026 (1). Derzeit besteht ein Versorgungsmangel für Acetylsalicylsäure-haltige Arzneimittel in intravenöser Darreichungsform gemäss Paragraf 79 (5) Arzneimittelgesetz (AMG); die AMK berichtete (Pharm. Ztg. 2025 Nr. 31, Seite 69 und Aktuelle Info vom 29.07.2025). Die französiche Ware ist ausschliesslich für folgende lndikationen bestimmt: Initialbehandlung des akuten Koronarsyndroms, einschliesslich instabiler Angina pectoris sowie Myokardinfarkt mit oder ohne ST-Hebung, wenn eine orale Anwendung aufgrund fehlender verlässlicher Absorption nicht angezeigt ist. Betroffene Ware wird laut Firma unter der PZN 20093104 gelistet und ab sofort über den pharmazeutischen Grosshandel in Verkehr gebracht. Krankenhaus-versorgende Apotheken werden weiter direkt beliefert. Laut Firma ist das Arzneimittel nicht serialisiert und enthält kein Wasser für Injektionszwecke als Lösungsmittel. Ein deutscher Beipackzettel mit einer Anleitung für die Herstellung der Injektions- oder Infusionslösung liegt der Packung bei (2). Weitere Informationen können dem Informationsschreiben der Firma auf der AMK-Website entnommen werden. Die AMK bittet Apothekerinnen und Apotheker, belieferte Institutionen angemessen zu informieren und Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit der Anwendung von Acetylsalicylsäure-haltigen Arzneimitteln (i.v.) unter www.arzneimittelkommission.de zu melden.
Quellen (1) BfArM; Informationsschreiben der Panpharma S.A. über die Beendigung der eingeschränkten Lieferfähigkeit von Acetylsalicylsäure Panpharma i.v. 500 mg. www.bfarm.de -> Arzneimittel -> Arzneimittelinformationen -> Lieferengpässe -> Massnahmen des BfArM (Zugriff am 23. Januar 2026) (2) Panpharma GmbH an AMK (E-Mail-Korrespondenz); Acetylsalicylsäure Panpharma i.v. 500 mg - Gestattung gem. Paragraf 79 V AMG. (27. Januar 2026) ..
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| Ordspono^(R) 80 mg, Konzentrat z. Herst. e. Infusionslösung: Chargenrückruf | 2026.02.03
| Ch.-B.: 8528300001
Die Firma Regeneron Ireland DAC, Dublin 2, Irland, und der örtliche Vertreter Regeneron GmbH, 80336 München, bitten um folgende Veröffentlichung: "Der Zulassungsinhaber, die Regeneron Ireland DAC, ruft unter Einbindung des örtlichen Vertreters Regeneron GmbH die genannte Charge von Ordspono^(R) (Odronextamab) 80 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, 1 Stück (PZN 19481858), zurück. Im Rahmen der routinemässigen 24-Monate-Stabilitätsprüfung der Durchstechflaschen wurde bei einem Rückstellmuster festgestellt, dass die Verschlusskappe nicht festsitzt. Die Verschlussintegrität der Durchstechflasche kann daher nicht gewährleistet werden. Alle anderen Chargen von Ordspono^(R) 80 mg sowie die 2 mg und 320 mg Ordspono^(R) Durchstechflaschen sind davon nicht betroffen. Wir bitten Sie folgende Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen: Stellen Sie sicher, dass Durchstechflaschen der genannten Charge nicht zur Behandlung von Patienten eingesetzt, aus dem Lagerbestand entnommen und sofort unter Quarantäne gestellt werden. Stellen Sie die Weitergaben sofort ein. Sofern Sie das Produkt der genannten Charge an nachgelagerte Kunden / Stationen des Klinikums weitergegeben haben, bitten wir Sie, diese Information an alle betroffenen Empfänger unverzüglich weiterzuleiten. Für Empfänger, die Regeneron bisher keine Rückmeldung gegeben haben, bitten wir um Auskunft bis spätestens Mittwoch, den 11. Februar 2026, wie viele Durchstechflaschen Sie aus dem Lagerbestand in Quarantäne gesetzt haben und wie viele Sie bereits abverkauft haben oder verbraucht haben. Regeneron wird eine vollständige Rückholung noch vorhandener Restbestände der genannten Charge von Ordspono^(R) 80 mg initiieren. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Regeneron Global Medical Information: Telefon: 0800 3304 267; E-Mail: medical.information_global@regeneron.com." ..
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| 3. Aktuelle Rückrufe: (Top) |
| Driponin 3 mg Tabletten, "CC Pharma", 4-/ 6-/ 8 Stück: Chargenrückruf | 2026.02.03
| Ch.-B.: Y013030, Y016860, Y019726
Die Firma CC Pharma GmbH, 54570 Densborn, bittet um folgende Veröffentlichung: "Der Originalhersteller der Driponin 3 mg Tabletten ruft einige Chargen zurück. Als Grund werden Messergebnisse ausserhalb der Spezifikation des Wirkstoffgehaltes genannt. Wir schliessen uns dieser Massnahme an und rufen nach Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde die genannten Chargen von Driponin (Ivermectin) 3 mg Tabletten, 4, 6 und 8 Stück (PZN 18424700, 19427250 und 18424717), zurück. Wir bitten alle Apotheken und Grosshandlungen um Überprüfung der Lagerbestände und Rücksendung eventuell noch vorhandener Bestände der genannten Chargen. Die kostenlose Abholung sowie die Gutschrift der Ware melden Sie bitte bei unserem Kundenservice unter der Telefonnummer 06594 9219 220 bis spätestens zum 20. Februar 2026 an." ..
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| Ferinject 50 mg Eisen/ml, Injektions- u. Infusionsdispersion: Chargenrückruf | 2026.02.03
| - 1x20 ml: Ch.-B.: 4991022EA
Die Firma Vifor Pharma Deutschland GmbH, 81379 München, bittet um folgende Veröffentlichung: "Die Firma Vifor Pharma Deutschland GmbH möchte hiermit über einen mit der zuständigen Behörde, der Regierung von Oberbayern, abgestimmten Chargenrückruf des Produkts Ferinject (Eisencarboxymaltose) 50 mg Eisen/ml, Injektions- und Infusionsdispersion, 1x20 ml, informieren. Grund des Rückrufes ist, dass diese Charge eine niederländische Packungsaufmachung aufweist. Bitte beachten Sie, dass auf der Packung keine PZN-Nummer abgedruckt ist. Der Rückruf betrifft nur die genannte Charge. Wir bitten Sie, Ihre Bestände zu überprüfen und eventuell noch vorhandene Packungen an unser Lager zu versenden (bitte ausreichend frankiert): Loxxess Pharma GmbH - Abteilung Retouren Amberger Strasse 1-3 82538 Geretsried-Gelting. Die zugesandte Ware (ohne Temperaturführung) einschliesslich Porto (pauschal Euro 5,-) wird Ihnen erstattet. Bitte fügen Sie dem Rückversand eine Bankverbindung bei." ..
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| Litalir 500 mg Hartkapseln, "1 0 1 Carefarm", 100 Stück: Chargenrückruf | 2026.02.03
| Ch.-B.: 4D8793, 4D8794
Die Firma 1 0 1 Carefarm GmbH, 51381 Leverkusen, bittet um folgende Veröffentlichung: "Der Hersteller ruft aufgrund folgenden Qualitätsmangels die genannten Chargen zurück: Risiko der Bildung von Pulverklumpen im Inneren der Kapsel. Die 1 0 1 Carefarm GmbH schliesst sich diesem Rückruf an und ruft deshalb die genannten Chargen des Präparats Litalir (Hydroxycarbamid) 500 mg Hartkapseln, 100 Stück (PZN 14140058), zurück. Wir bitten Sie, Ihre Bestände zu überprüfen und Packungen der genannten Charge aus dem Verkauf zu nehmen. Bitte senden Sie betroffene Packungen zur Gutschrift ausreichend frankiert an die 1 0 1 Carefarm GmbH Daimlerstrasse 8 51381 Leverkusen. Der Warenwert und das Porto werden erstattet." ..
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| Stromectol 3 mg Tabletten, "EurimPharm", 4-/ 6-/ 8-/ 5x4 Stk: Chargenrückruf | 2026.02.03
| Ch.-B.: Y013030 (Umpack Ch.-B.: 1000762380, 1000763554, 1000763754, 1000764792, 1000770676, 1000774345, 1000774539, 1000776536, 1000779846, 1000782089, 1000784556, 1000786349)
Die Firma EurimPharm Arzneimittel GmbH, 83416 Saaldorf-Surheim, bittet um folgende Veröffentlichung: "Der Originalhersteller von Stromectol 3 mg Tabletten führt aufgrund des möglichen Vorhandenseins von Tabletten mit einem Wirkstoffgehalt, der die Spezifikation überschreitet, einen Rückruf der genannten Charge durch. Wir schliessen uns dieser Massnahme an und rufen die genannte Charge von Stromectol (Ivermectin) 3 mg Tabletten, 4, 6, 8 und 5x4 Stück (PZN 18848305, 19689211, 18848334 und 18848340), zurück. Wir bitten Sie, Ihre Bestände zu überprüfen und noch vorhandene Packungen zur Gutschrift ausreichend frankiert an die folgende Firmenadresse zurückzusenden (Portokosten werden erstattet): EurimPharm Arzneimittel GmbH EurimPark 8 83416 Saaldorf-Surheim." ..
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| Stromectol 3 mg Tabletten, "kohlpharma", 4-/ 8 Stück: Chargenrückruf | 2026.02.03
| Ch.-B.: Y013030
Die Firma kohlpharma GmbH, 66663 Merzig, bittet um folgende Veröffentlichung: "Der Originalhersteller von Stromectol 3 mg Tabletten führt aufgrund des möglichen Vorhandenseins von Tabletten mit einem Wirkstoffgehalt, der die Spezifikation überschreitet, einen Rückruf der genannten Charge durch. Wir schliessen uns dieser Massnahme an und rufen die genannte Charge von Stromectol (Ivermectin) 3 mg Tabletten, 4 und 8 Stück (PZN 18162418 und 18162430), zurück. Wir bitten Sie, Ihre Bestände zu überprüfen und noch vorhandene Packungen zur Gutschrift ausreichend frankiert an die folgende Firmenadresse zurückzusenden (Portokosten werden erstattet): kohlpharma-GmbH Im Holzhau 8 66663 Merzig. Alternativ können kohlpharma-Kunden ihre Retoure zur Abholung über unser Kundenportal (www.kohlpharma.com/kundenportal/) anmelden." ..
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| ZELDOX^(R) 20-/ 40-/ 60-/ 80 mg Hartkapseln, 100 Stück: Chargenrückruf | 2026.02.03
| Ch.-B.: GY4704, GY4755, HA5212, HC3919, HM0820, HW1299, LD6832, LD6834, LH1477
Die Firma Viatris Pharma GmbH, 53842 Troisdorf, bittet um folgende Veröffentlichung: "Die Firma Viatris Pharma GmbH ruft im Einvernehmen mit der zuständigen Aufsichtsbehörde als Vorsichtsmassnahme die genannten Chargen des Arzneimittels ZELDOX^(R) (Ziprasidon) 20 mg, 40 mg, 60 mg und 80 mg Hartkapseln, je 100 Stück (PZN 02583023, 02583069, 02583098 und 02583129), zurück. Der Rückruf erfolgt aufgrund einer nachträglich festgestellten Abweichung des eingesetzten Wirkstoffs. Wir bitten Sie um Überprüfung Ihrer Lagerbestände und um Rücksendung noch vorhandener Packungen zur Gutschrift mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Grosshandel."
Das APG-Formular wird am Ende der Pharmazeutischen Zeitung Ausgabe 06/ 26 veröffentlicht. ..
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| Optipyrin^(R) 1000 mg/60 mg Zäpfchen, 50 Stück: Rückruf aller Chargen | 2026.02.03
| Die Firma Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH, 96052 Bamberg, bittet um folgende Veröffentlichung: "Gemäss Feststellungsbescheid des BfArM vom 21. Januar 2026 (PSUSA/00000851/202503) ist die Zulassung des genannten Arzneimittels nicht mehr verkehrsfähig. Dies beruht auf einer Notwendigkeit der Änderung von Fach- und Gebrauchsinformation zu arzneimittelbezogenen Risiken, ohne die das Arzneimittel nicht mehr als sicher angesehen werden kann. Das Arzneimittel wurde bereits im Juli 2024 "AV"-gemeldet. Auf die Zulassung wurde seitens der Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH verzichtet. Aus den genannten Gründen ruft die Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH alle gegebenenfalls noch im Markt befindlichen Packungen Optipyrin^(R) (Paracetamol, Codeinphosphat) 1000 mg/60 mg Zäpfchen, 50 Stück (PZN 00079326), zurück. Wir bitten um Überprüfung der Warenbestände und Rücksendung noch vorhandener Packungen zur Gutschrift an folgende Adresse, Portokosten werden erstattet: Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH Retourenabteilung Dr.-Robert-Pfleger-Strasse 12 96052 Bamberg." ..
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